1. Vorsitzender des RehaVitalisPlus e.V.
Rehasport ist ein ärztlich verordnetes Bewegungstraining in der Gruppe, das hilft, Beschwerden zu lindern und die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern.
Der Antrag beginnt beim Arzt: Dieser prüft die Notwendigkeit und stellt bei Bedarf die Verordnung (Formular 56) aus.
Die Krankenkasse muss den Rehasport genehmigen, übernimmt in der Regel die Kosten und erst danach darf das Training starten.
Nach der Bewilligung wählt man einen zertifizierten Anbieter und absolviert meist ca. 50 Einheiten in betreuten Gruppen.
Rehasport kann mehrfach beantragt werden, sofern weiterhin eine medizinische Notwendigkeit besteht und der Arzt dies bestätigt.
Rehasport kann helfen, nach einer Krankheit oder Verletzung wieder fit zu werden, Schmerzen zu lindern und deine Lebensqualität zu verbessern. Doch viele fragen sich: Wie funktioniert es eigentlich, Rehasport zu beantragen und wie oft kann Rehasport beantragt werden? Dieser Ratgeber führt dich Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess.
Rehabilitationssport (kurz: Rehasport) ist ein ärztlich verordnetes Bewegungstraining in der Gruppe. Ziel ist es, die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und die Beschwerden langfristig zu reduzieren. Typische Einsatzbereiche sind Rückenprobleme, Gelenkerkrankungen, nach Operationen und chronische Erkrankungen wie Osteoporose oder Herzleiden.
Der erste Schritt, um Rehasport zu beantragen, führt zum Hausarzt oder Facharzt. Der Arzt prüft dann, ob Rehasport medizinisch notwendig und welche Art von Training geeignet ist. Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, stellt er eine Verordnung aus (Formular 56). Wichtig: Ein Patient hat das Recht auf diese Verordnung, wenn sie medizinisch sinnvoll ist.
Mit der Verordnung geht der Patient zu seiner Krankenkasse. Diese prüft den Antrag und genehmigt ihn in der Regel unkompliziert. Die Dauer der Genehmigung ist meist wenige Tage bis Wochen. Die Kosten für Reha Sport werden in der Regel vollständig übernommen. Wichtig ist jedoch zu beachten, dass erst nach der Genehmigung mit dem Rehasport gestartet werden darf.
Nach der Bewilligung muss ein geeigneter Rehasport Anbieter gefunden werden. Das können zum Beispiel Reha- Zentren, Physiotherapie- Praxen und auch Sportvereine sein. Bei der Suche nach dem richtigen Rehasport Anbieter sollte darauf geachtet werden, dass diese zertifiziert sind und auch passenden Zeiten und Kurse anbieten. Nicht zuletzt ist auch die Nähe zum Wohnort ausschlaggebend für die Wahl.
Jetzt kann mit dem Rehasport gestartet werden. Typischerweise umfasst Rehasport 50 Einheiten (bei orthopädischen Beschwerden) mit 1 bis 2 Terminen pro Woche und auch Gruppentraining unter Anleitung. Die Übungen sind individuell angepasst und werden von qualifizierten Übungsleitern betreut.
Eine häufige Frage lautet: Rehasport- wie oft beantragen ist erlaubt?
Grundsätzlich gilt, dass Rehasport zunächst für einen bestimmten Zeitraum genehmigt wird. Eine erneute Verordnung ist möglich, wenn weiterhin medizinischer Bedarf besteht und der Arzt dies erneut begründet. Das bedeutet, Rehasport kann mehrfach beantragt werden, aber nur mit entsprechender medizinischer Notwendigkeit.
Damit der Antrag für Reha Sport reibungslos durchgeht,empfehlen wir diese Tipps zu beachten:
Viele machen beim Beantragen von Rehasport kleine Fehler, die Zeit kosten können. Diese kommen zustande durch ein zu spätes Einreichen bei der Krankenkasse, den Start der Rehasport Einheit ohne Genehmigung und unvollständige Angaben. Mit etwas Vorbereitung lässt sich das leicht vermeiden und es kann mit dem Rehasport gestartet werden.
Und falls nötig, kann Rehasport auch öfter beantragt werden, solange der Arzt den Bedarf bestätigt.
(Quelle: AOK, Deutsche Rentenversicherung)