Rehasport-Übungsleiterin mit über 30 Jahren Erfahrung
Rehasport ist kostenfrei, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt und die Kostenübernahme genehmigt wurde
Die Kosten übernehmen gesetzliche Krankenkassen, teilweise auch Renten- oder Unfallversicherung
Der Antrag auf Kostenübernahme erfolgt unkompliziert über Arzt und Krankenkasse
Eine Zuzahlung fällt nicht an, freiwillige Zusatzleistungen können jedoch kostenpflichtig sein
Ohne Verordnung entstehen Kosten für Selbstzahler (ca. 7–9 € pro Einheit), bei Privatversicherten abhängig vom Tarif (oft mit Vorleistung)
Rehasport ist für viele Menschen ein entscheidender Schritt zurück zu mehr Beweglichkeit, weniger Schmerzen und einer besseren Lebensqualität. Doch bevor es mit dem Training losgeht, taucht fast immer eine zentrale Frage auf: Wie hoch sind die Kosten für Rehasport und wer übernimmt diese eigentlich?
Grundsätzlich ist Rehasport so konzipiert, dass möglichst viele Menschen Zugang dazu haben, unabhängig von ihrer finanziellen Situation. Deshalb gilt: Wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt und die Maßnahme genehmigt wurde, entstehen für den Endkunden keine Kosten. Die eigentlichen Kosten für Rehasport werden dann nämlich von einem sogenannten Kostenträger übernommen. Das ist in den meisten Fällen die gesetzliche Krankenkasse, manchmal aber auch die Renten- oder Unfallversicherung. Für den Endkunden bedeutet das: Er kann regelmäßig an den Kursen teilnehmen, ohne sich Gedanken über die finanzielle Belastung machen zu müssen.
Die wichtigste Rolle bei der Kostenübernahme Rehasport spielt die gesetzliche Krankenversicherung. Wenn der Arzt feststellt, dass Rehasport medizinisch notwendig ist, stellt er dem Patienten eine Verordnung aus. Mit dieser kann er einen Antrag auf Kostenübernahme für Rehasport bei der Krankenkasse einreichen. Nach der Genehmigung übernimmt die Krankenkasse die kompletten Kosten für die festgelegte Anzahl an Einheiten. Üblich sind beispielsweise 50 Termine bei orthopädischen Beschwerden oder bis zu 90 Einheiten bei speziellen Programmen wie Herzsport. Für den Endkunden entstehen dabei keine direkten Gebühren, ein großer Vorteil gegenüber vielen anderen Gesundheitsangeboten.
Aber auch andere Träger können neben der Krankenkasse für die Kostenübernahme aufkommen.Die Rentenversicherung übernimmt beispielsweise die Rehasport Kosten, wenn es um die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit geht. Die Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) zahlt, wenn die Beschwerden durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit entstanden sind.
Der Weg zur Kostenübernahme ist deutlich einfacher, als viele denken. Zunächst prüft der Arzt, ob Rehasport sinnvoll ist. Ist das der Fall, wird eine Verordnung ausgestellt. Diese wird dann bei der Krankenkasse eingereicht. Dies nennt sich Antrag auf Kostenübernahme für Rehasport. In den meisten Fällen dauert es nur wenige Tage, bis die Genehmigung vorliegt. Sobald dies erfolgt ist, kann mit der Suche nach einem passenden Anbieter begonnen weruden und das Training kann beginnen. Wichtig ist dabei: Es besteht keine Bindung an einen bestimmten Anbieter, sondern es kann frei gewählt werden.
Eine der häufigsten Fragen lautet: Gibt es eine Zuzahlung beim Rehasport? Die klare Antwort: Nein. Wenn der Antrag genehmigt wurde, ist der Rehasport für den Patienten komplett kostenfrei. Eine gesetzliche Zuzahlung für Rehasport wie bei Medikamenten oder Krankenhausaufenthalten gibt es hier nicht. Allerdings sollte man wissen, dass manche Anbieter zusätzliche Leistungen anbieten, die kostenpflichtig sind. Dazu zählen zum Beispiel freiwillige Mitgliedschaften, erweitertes Training oder spezielle Zusatzkurse. Diese Angebote sind jedoch optional, Rehasport kann auch komplett ohne zusätzliche Kosten genutzt werden.
Anders sieht es aus, wenn Rehasport ohne ärztliche Verordnung gemacht werden möchte oder die Kostenübernahme abgelehnt wurde. Dann gilt man als Selbstzahler und muss die Rehasport Kosten selbst tragen. Die Preise können je nach Anbieter variieren. Häufig liegen die Rehasport Kosten pro Einheit zwischen 7 und 9 Euro.
Bei der Frage “Was kostet Rehasport für Selbstzahler insgesamt?”, ist die Antwort: Das hängt davon ab, wie lange und wie häufig teilgenommen wird. Über mehrere Monate hinweg können so durchaus Kosten im mittleren dreistelligen Bereich entstehen.
Bei privat Versicherten gelten etwas andere Regeln. Eine automatische Kostenübernahme für Rehasport wie bei gesetzlich Versicherten gibt es nicht immer. Stattdessen hängt es stark vom individuellen Tarif ab. In vielen Fällen müssen die Kosten zunächst selbst bezahlt und anschließend bei der Versicherung eingereicht werden. Ob und in welcher Höhe das Geld zurückgezahlt wird, entscheidet dann der Versicherungsvertrag. Deshalb lohnt es sich, vorab bei der Versicherung nachzufragen, um Klarheit über die Rehasport Kostenübernahme zu bekommen.
Wenn Rehasport komplett ohne ärztliche Verordnung genutzt werden möchte, gelten die gleichen Bedingungen wie für Selbstzahler. Das bedeutet: Alle Kosten werden selbst übernommen.
Die wichtigste Erkenntnis: Rehasport muss in den meisten Fällen nichts kosten. Sobald eine ärztliche Verordnung vorliegt und der Antrag auf Kostenübernahme Rehasport genehmigt wurde, übernimmt die Krankenkasse die kompletten Kosten. Nur wenn Rehasport privat genutzt oder als Selbstzahler teilgenommen wird entstehen Kosten. Diese sind jedoch im Vergleich zu vielen anderen Gesundheitsangeboten relativ überschaubar.
(Quelle: Deutsche Rentenversicherung, Rehasport Informationen)