1. Vorsitzender des RehaVitalisPlus e.V.
Eine Rehasport Verordnung ist eine ärztliche Empfehlung für Rehabilitationssport und wird in der Regel über das Formular Muster 56 ausgestellt.
Rehasport kann von Hausärzten, Fachärzten oder behandelnden Ärztinnen und Ärzten verordnet werden, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht.
Mit der Verordnung wird meist ein Antrag auf Kostenübernahme für Rehasport bei der Krankenkasse oder einem anderen zuständigen Rehabilitationsträger gestellt.
Gesetzlich Versicherte erhalten häufig 50 Übungseinheiten innerhalb von 18 Monaten; bei bestimmten schweren Erkrankungen oder Herzgruppen können andere Regelungen gelten.
Eine Rehasport Verordnung für ein Fitnessstudio ist nur möglich, wenn der Anbieter als Rehasport-Leistungserbringer anerkannt ist; freies Gerätetraining ist dadurch nicht automatisch enthalten.
Rehasport kann helfen, nach einer Erkrankung, Operation oder bei chronischen Beschwerden wieder aktiver, belastbarer und sicherer im Alltag zu werden. Mit einer ärztlichen Rehasport Verordnung können die Kosten in vielen Fällen von der Krankenkasse oder einem anderen Rehabilitationsträger übernommen werden.
Eine Rehasport Verordnung ist eine ärztliche Empfehlung für die Teilnahme an Rehabilitationssport. Der Rehasport findet in Gruppen statt und wird von qualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleitern durchgeführt. Ziel ist es, Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer, Koordination und Selbstvertrauen zu verbessern. Der offizielle Antrag auf Kostenübernahme für Rehabilitationssport oder Funktionstraining erfolgt in der vertragsärztlichen Versorgung über das Formular Muster 56.
Wichtig: Rehasport ist kein normales Fitnesstraining und auch keine klassische Physiotherapie. Es handelt sich um eine ergänzende Leistung zur medizinischen Rehabilitation. Einen allgemeinen Überblick finden Sie im Beitrag Rehasport: Bedeutung, Ablauf und Vorteile.
Viele fragen sich: Wer verordnet Rehasport? Grundsätzlich kann Rehasport von behandelnden Ärztinnen und Ärzten verordnet werden, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht. Das kann zum Beispiel die Hausarztpraxis, eine orthopädische Praxis, eine kardiologische Praxis, eine neurologische Praxis oder eine andere fachärztliche Praxis sein. Eine Rehasport Verordnung vom Hausarzt ist also möglich, wenn dein Hausarzt oder deine Hausärztin deine Beschwerden kennt und Rehasport medizinisch sinnvoll findet. Aber auch Fachärztinnen und Fachärzte können dir eine Verordnung für Rehasport ausstellen.
Typische Gründe für eine Verordnung für Rehasport sind zum Beispiel:
Die konkreten Verordnungen für Rehasport zu den unterschiedlichen Diagnosen hängen immer vom Einzelfall ab. Entscheidend ist, dass Rehasport medizinisch geeignet, notwendig und wirtschaftlich ist. Je nach Beschwerdebild können auch spezielle Angebote wie orthopädischer Rehasport, neurologischer Rehasport oder Herzsport infrage kommen.
Wenn du dir Rehasport verschreiben lassen möchtest, ist der Ablauf meist unkompliziert.
1. Beschwerden ärztlich besprechen
Sprich deine Ärztin oder deinen Arzt aktiv auf Rehasport an. Erkläre, welche Beschwerden du hast, welche Einschränkungen im Alltag bestehen und welches Ziel du erreichen möchtest. Zum Beispiel: weniger Schmerzen, mehr Beweglichkeit, sicheres Gehen oder bessere Belastbarkeit.
2. Verordnung Rehasport ausstellen lassen
Wenn die medizinische Voraussetzung erfüllt ist, stellt die Praxis eine Verordnung Rehasport auf Muster 56 aus. Auf dem Formular werden unter anderem Diagnose, Art des Rehasports, empfohlene Übungseinheiten und die wöchentliche Teilnahme angegeben.
3. Antrag auf Kostenübernahme für Rehasport stellen
Mit der Verordnung stellst du den Antrag auf Kostenübernahme für Rehasport. In vielen Fällen muss die Verordnung vor Beginn bei der Krankenkasse eingereicht und genehmigt werden. Einige Träger verzichten jedoch auf diese Genehmigung, sodass die Verordnung direkt beim Anbieter eingereicht werden kann.
4. Anerkannten Anbieter suchen
Nach Genehmigung suchst du dir einen anerkannten Rehasport Anbieter. Das kann ein Verein, ein Gesundheitszentrum oder auch ein Anbieter mit Rehasport Angebot in einem Fitnessstudio sein. Über das Rehasport Portal können Sie passende Rehasport Anbieter in Ihrer Nähe finden.
Bei gesetzlich Versicherten wird Rehasport in der Regel von der Krankenkasse übernommen, wenn eine gültige ärztliche Verordnung vorliegt und die Maßnahme bewilligt wurde. Deshalb ist die Rehasport Verordnung für die Krankenkasse so wichtig: Ohne Genehmigung oder anerkannten Anbieter kann es passieren, dass die Kosten nicht übernommen werden.
Die Kosten fürRehabilitationssport können von verschiedenen Rehabilitationsträgern getragen werden kann, darunter Krankenversicherung, Rentenversicherung, Unfallversicherung und Eingliederungshilfe. Die Rentenversicherung übernimmt Kosten unter bestimmten Voraussetzungen, insbesondere im Anschluss an eine von ihr erbrachte medizinische Rehabilitation.
Für dich bedeutet das: Je nach Situation kann nicht immer die Krankenkasse zuständig sein. Nach einer Reha kann zum Beispiel auch die Rentenversicherung infrage kommen. Passend dazu finden Sie weitere Informationen im Beitrag Rehasport nach der Reha.
Der Antrag auf Kostenübernahme für Rehasport besteht im Kern aus der ärztlichen Verordnung. Die Praxis füllt den medizinischen Teil aus. Du musst meist deine persönlichen Angaben ergänzen und unterschreiben. Beim Antrag auf Kostenübernahme für Rehasport ausfüllen solltest du prüfen, ob folgende Angaben vollständig sind:
Wenn etwas fehlt, kann sich die Genehmigung verzögern. Reiche den Antrag für Rehasport daher möglichst vollständig ein.
Viele sprechen umgangssprachlich vom Rehasport auf Rezept, Rezept für Rehasport, Rehasport Schein oder Rehasport Rezept. Gemeint ist meist die ärztliche Verordnung auf Muster 56. Im Regelfall umfasst Rehasport in der gesetzlichen Krankenversicherung 50 Übungseinheiten, die innerhalb von 18 Monaten in Anspruch genommen werden können. Bei bestimmten schweren Erkrankungen kann ein erweiterter Leistungsumfang von 120 Übungseinheiten in 36 Monaten möglich sein. Für Herzgruppen gelten besondere Regelungen, hier sind die Richtwerte unter anderem 90 Übungseinheiten in 24 Monaten für Herzsport und 120 Übungseinheiten in 24 Monaten für Kinderherzsport.
Wer sich vorab ein Bild von typischen Bewegungsinhalten machen möchte, findet im Beitrag Die 9 besten Rehasport Übungen praktische Beispiele.
Die Frage “Wie lange ist eine Rehasport Verordnung gültig?” wird häufig gestellt. Man muss dabei zwei Dinge unterscheiden: Zum einen die Bewilligungsdauer. Im Regelfall können die 50 Übungseinheiten innerhalb von 18 Monaten genutzt werden. Bei erweitertem Leistungsumfang können es zum Beispiel 120 Übungseinheiten innerhalb von 36 Monaten sein, wie zuvor schon genannt. Aber auch der Beginn der Maßnahme spielt eine Rolle. Viele Krankenkassen verlangen, dass die Verordnung vor der ersten Teilnahme genehmigt wird. Deshalb solltest du mit dem Start nicht zu lange warten und vorab mit deiner Krankenkasse oder dem Anbieter klären, welche Frist gilt. Die Gültigkeit der Rehasport Verordnung hängt also davon ab, was bewilligt wurde und welcher Kostenträger zuständig ist.
Eine Rehasport Verordnung für ein Fitnessstudio ist möglich, wenn das Fitnessstudio beziehungsweise der dortige Anbieter als Rehasport Leistungserbringer anerkannt ist. Nicht jedes Fitnessstudio darf Rehasport über die Krankenkasse abrechnen. Wichtig ist: Die Verordnung berechtigt nicht automatisch zu freiem Gerätetraining. Rehasport findet in anerkannten Gruppen statt. Zusätzliche Mitgliedschaften, Gerätetraining oder Zusatzangebote dürfen keine Voraussetzung für die Teilnahme am bewilligten Rehasport sein.
Ein Rehasport Privatrezept ist für privat Versicherte oder Selbstzahler relevant . Dabei gelten andere Abläufe als bei gesetzlich Versicherten. Privatversicherte sollten vor Beginn unbedingt mit ihrer privaten Krankenversicherung oder Beihilfestelle klären, ob und in welchem Umfang Rehasport erstattet wird. Auch bei einem Rehasport Privatrezept ist wichtig, dass Diagnosen, medizinische Notwendigkeit und empfohlene Maßnahme nachvollziehbar dokumentiert sind.
Eine Rehasport Folgeverordnung kann infrage kommen, wenn nach Ablauf der ersten Verordnung weiterhin ein medizinischer Bedarf besteht. Eine automatische Verlängerung gibt es aber nicht.
Ob eine Verlängerung der Rehasport Verordnung bewilligt wird, hängt davon ab, ob Rehasport weiterhin notwendig, geeignet und wirtschaftlich ist. Die Ärztin oder der Arzt muss begründen, warum das Ziel noch nicht erreicht wurde oder warum ohne weitere Teilnahme eine Verschlechterung droht. Die Frage “Wie oft sind Rehasport Folgeverordnungen möglich?” lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten. Es gibt keine einfache Regel wie „immer zweimal möglich“. Entscheidend sind Diagnose, Verlauf, bisherige Teilnahme, aktueller Gesundheitszustand und die Entscheidung des Kostenträgers.
Gerade nach einer medizinischen Reha kann es sinnvoll sein, die weitere Bewegung gezielt fortzuführen. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Rehasport nach der Reha.
Für eine Folgeverordnung ist eine gute medizinische Begründung wichtig. Eine Verlängerung der Rehasport Verordnung Verlängerung muss gut begründet werden und der Grund konkret, nachvollziehbar dargestellt werden.
Wenn deine Rehasport Folgeverordnung abgelehnt wurde, solltest du zunächst den Ablehnungsbescheid genau lesen. Dort steht meist, warum die Krankenkasse oder der zuständige Träger die weitere Kostenübernahme nicht bewilligt.
Mögliche Gründe sind:
Du kannst dann mit deiner Arztpraxis sprechen und prüfen lassen, ob eine ausführlichere Begründung sinnvoll ist. Je nach Bescheid kann auch ein Widerspruch möglich sein. Dabei sollte klar erläutert werden, warum die Verordnung für Rehasport weiterhin medizinisch notwendig ist.
Beim Rehasport Antrag passieren immer wieder kleine Fehler, die zu Verzögerungen führen. Achte deshalb auf Folgendes:
Gerade bei der Rehasport Verordnung für die Krankenkasse lohnt sich ein kurzer Anruf, wenn du unsicher bist, ob du die Verordnung zuerst einreichen musst oder direkt beim Anbieter starten darfst.